Wie ging das bei dir mit der IT los? War es zuerst nur ein Hobby oder wusstest du gleich von Anfang an, dass es deine Berufung ist?
Ich bin eher eine Spätzünderin, obwohl ich schon vor über 35 Jahren in der Schule "EDV" als Wahlpflichtfach belegt hatte. Damals habe ich gelernt, in BASIC zu programmieren. Das kennt heute kaum noch jemand, aber es hat mir später geholfen, einfache Skriptsprachen zu verstehen. Nach dem Abitur habe ich aber erstmal eine Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau gemacht und obwohl ich total spannend fand, als die ersten Reservierungssysteme auf unserem ganz neuen Windows (und nicht mehr unter DOS!) liefen, habe ich meine eigene Zukunft noch überhaupt nicht in diesem Bereich gesehen. Das hat sich dann ganz allmählich verändert und mit Mitte 40 habe ich mich entschieden, mein Berufsleben nochmal neu zu denken und habe Wirtschaftsinformatik studiert.
Auf der JavaLand hältst du den Vortrag "My Home is my Office – Schöne neue Welt?" und leitest den Workshop "Vom Use Case zur User Story mit BDD und Example Mapping". Warum hast du dich für diese speziellen Themen entschieden?
Das Thema BDD begleitet mich in meinen Projekten schon eine Weile. Ich habe daher schon letztes Jahr auf der JavaLand einen Talk dazu gehalten und gemerkt, dass viele der Anwesenden gerne nochmal etwas praktischer ins Thema einsteigen wollten – das können sie nun dieses Jahr im Workshop.
Der Homeoffice-Talk ist eher aus meiner persönlichen Erfahrung im Team entstanden. Ich würde selbst am liebsten ausschließlich remote arbeiten, merke aber, dass meine Kolleginnen und Kollegen teilweise andere Bedürfnisse haben. Und dieses Spannungsfeld, wie wir unsere unterschiedlichen Bedürfnisse am Ende gut zusammenbringen, das hat mich interessiert und darum wird es in diesem Talk gehen.
Worauf freust du dich bei der JavaLand am meisten?
Auf die Menschen! Obwohl ich ja am liebsten nur aus dem Homeoffice arbeite, finde ich es auf Konferenzen ganz wunderbar, alte Bekannte wiederzutreffen und neue Leute kennenzulernen. Ich hoffe deshalb, dass es ein paar schöne Orte an der neuen Location gibt, wo man sich treffen und einfach mal ein bisschen austauschen kann.
Was ging dir zuerst durch den Kopf als du vom Nürburgring als Standort der JavaLand 2024 erfahren hast?
Tatsächlich war meine erste Sorge, dass der Nürburgring vielleicht nicht so anziehend auf die Frauen in der Community wirkt. Ich wünsche mir insgesamt viel mehr nicht-männliche Teilnehmende und hoffe nun, dass meine Sorge unbegründet war. Ansonsten bin ich sehr gespannt auf den Nürburgring und die neue Atmosphäre.
Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?
Ich treffe mich gerne mit Freunden zum Essen oder gehe mit meinem Mann ins Kino. Außerdem habe ich eine ziemlich große Familie, in der es oft was zu feiern gibt. Und wenn meine Kinder zu Besuch kommen, freue ich mich immer ganz besonders.
Vielen Dank für das Interview und wir sehen uns auf der JavaLand!


